Endlich(?) – Nachschreibeklausuren kommen

An vielen Unis sind sie gängige Praxis – anders bislang in Frankfurt. Die früheste Möglichkeit eine Prüfung nachzuholen ist hier das folgende Semester, je nach Modul sogar erst das folgende Jahr! – Zeitverschwendung und gefährliche Ausdehnung der Studienzeit, sagen wir. Richtig so, Nachschreibeklausuren sind viel zu teuer und übersteigen Kapazitäten, sagen die anderen. Gespräche der Fachschaft mit dem Dekanat deuteten es schon länger an, nun steht es fest: Die kommende Akkreditierung des Studiengangs WiWi im Jahr 2019 fordert zwingend eine Einrichtung von Nachschreibeklausuren! Das sind jene Klausuren, die in der vorlesungsfreien Zeit in Anspruch genommen werden können, falls im vorangehenden Prüfungszeitraum eine Prüfung nicht bestanden wurde, also in aller Regel 2 bis 6 Wochen später.
Über die Vor- und Nachteile wird jedoch weiterhin sehr viel gestritten. Neben der Vorfreude der Studis herrscht am anderen Ende des Verhandlungstisches große Unruhe über den drohenden Mehraufwand. Schließlich müsse man Kräfte für die vorlesungsfreie Zeit neu einstellen bzw. länger Arbeiten lassen, um die Prüfungsbetreuung abzudecken, heißt es. Auch die Kosten für Papier und Verwaltung werden sich unterm Strich für den Fachbereich erhöhen. Da bleibt die Frage im Raum, wo stattdessen gespart werden kann. Auch über mögliche Hürden zur Inanspruchnahme solcher Klausuren würde diskutiert. So soll es Studierenden vermutlich nicht möglich gemacht werden, durch vorsätzliches Fehlen beim Ersttermin, beispielsweise ein paar Wochen mehr Lernzeit zu ergattern und so gegenüber regulär Studierenden einen unfairen Vorteil zu ergattern.
Wir als Fachschaft bemphen uns um die Findung einer sauberen Lösung ohne Nachteile für Studierende.

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